Bhakti Yoga - Konflikte in Liebe auflösen

Die feinstoffliche Physiologie des Bhakti Yoga

Der Mensch ist mit seinem Ego ständig in mehr oder weniger intensiver Weise am kämpfen und mit anderen Mitmenschen durch diesen Kampf auch karmisch verbunden. Die erste Abbildung zeigt zwei typische Menschen, die ihr Leben damit verbringen, sich so miteinander auseinander zu setzen, wie es auf diesem Planeten meist üblich ist - nach dem Motto "wie du mir - so ich dir". Zwar gibt es - angedeutet durch die dünneren Verbindungen in anderer Richtung - auch Streitereien und Karma mit anderen Personen, aber es gibt auch meist ein dominierendes Karma zu einem gegebenen Zeitpunkt. Sozusagen einen oder mehrere "Lieblingsfeinde" mit denen man überwiegend im Konflikt steht.

Wenn keiner der betroffenen weiser wird, können solche Situationen Tausende und mehr Jahre über viele Inkarnationen hinweg andauern. Dabei ist die Lösung ganz einfach. Gleich und gleich gesellt sich gern, sagt der Volksmund.

Gleiches zieht sich auf Grund des Magnetismus der verschiedenen Neigungen und Veranlagungen an. Also ist das äussere mit dem ich streite an erster Stelle ein von GOTT gesandter "Spiegel", der mir meine eigenen Schwächen und Eigenschaften aktiv widerspiegelt. Wenn wir also anfangen nur und ausschliesslich an uns selbst zu arbeiten, statt uns an andere zu wenden mit unseren Aggressionen, dann lösen sich auch alle Konflikte im Äusseren schnell in Liebe auf. Im folgenden wird dies genauer erläutert.

Streit

Die X - förmigen dunklen Strukturen in der Aura der beiden obigen Menschen stehen stellvertretend für die Dinge des Lebens, die man dem anderen "vorwirft" oder "nachträgt", sowie für allerlei Ängste und sonstiger spiritueller Blockaden. Es ist all dieses vorgeworfene und nachgetragene, das immer wieder zu neuen Konflikten führt, bzw. alte Konflikte zum auffrischen oder eskalieren bringt. Sind diese Energiestrukturen erst einmal in Liebe aufgelöst, herrscht Frieden und Harmonie zwischen den Betroffenen.

Fangen wir jetzt an diese nach aussen gerichtete Aggressionen immer mehr zu kontrollieren, indem wir beginnen uns zu zügeln. Unsere Aufmerksamkeit immer mehr auf das schöne und liebenswerte im Leben zu richten. Wir erinnern uns aus dem Kapitel über das Prinzip von Samyama: Das worauf wir unsere Aufmerksamkeit richten, steht in einer energetischen Verbindung mit uns und erfüllt uns nach und nach. Wenn wir also unsere Aufmerksamkeit vom Objekt der Disharmonie zurückziehen und auf etwas liebevolles richten, so erfüllt mehr und mehr Liebevolles unser Bewusstsein. Der Magnetismus der unsere Aufmerksamkeit in die Richtung eines vermeintlichen Streitobjektes ziehen will, wird zunehmend schwächer.

Dies ist ein kontinuierlicher Prozess der in der unten stehenden Grafik dargestellt ist. In den Stufen 1. bis 3. wird die Ablenkung nach aussen bewusst kontrolliert und stetig abgeschwächt. Wenn wir zur Ruhe gekommen sind, dann sind wir so frei, uns dem letzten und wichtigsten Teil - unten als 4. Stufe dargestellt - zu widmen. Dem Auflösen dessen, was wir anderen nachtragen und vorwerfen.

Frieden schliessen

Bevor der 4. Entwicklungsschritt oben beginnt, sollten wir uns ganz sachlich und logisch die spirituellen Gesetze verinnerlichen, die bereits in früheren Kapiteln besprochen wurden. Solange WIR streiten, wird auch immer jemand da sein der MIT UNS streitet. Es braucht jedoch für JEDEN Streit immer mindestens 2 Parteien aus wenigstens je 1 Person - mit Ausnahme der Konflikte mit der eigenen Person, aber dies ist ein besonderes Thema, das zu einem späteren Zeitpunkt abgehandelt wird. Wenn eine der beiden streitenden Parteien aufhört, kann die andere nie streiten, oder sie sucht sich einen neuen "Partner", um das Spiel fortzusetzen. Letzteres jedoch ist dann die Lektion der noch verbleibenden Seelen.

Wollen wir aber ewig nur streiten, in Gedanken, in unserer Phantasie oder in Handlungen ?? Wohl kaum !! Die Natur des Menschen ist Liebe und so sehnt sich doch ein jeder nur nach Liebe, meist ohne jedoch zu wissen, wie der kürzeste Weg in diesen Zustand des allgemeinen vollkommenen Liebens zu finden und gehen ist.

Jetzt kommt die eigentlich grosse Lebensaufgabe auf uns zu. Es ist leicht, andere körperlich oder vor Gericht zu besiegen, Länder zu überrollen und besetzen, ... u.s.w. Der grösste Sieg jedoch ist unser Sieg über unser Ego. Unsere Kampfbereitschaft, unsere Ängste, ... aufzulösen und der Fähigkeit zu lieben Platz zu machen.

Jetzt haben wir einen Zustand erreicht, der uns viel Energie sparen hilft. Energie, die wir zuvor dem Kampf gewidmet haben. Diese Energie wird jetzt frei und wir wenden uns in diesem Stadium der Bewusstseins-Entwicklung an die Quelle allen Seins und aller Liebe - an GOTT. Wir denken an GOTT und bitten um Hilfe, wann immer ein Objekt des Streits, der Angst, Trauer, Hilflosigkeit, ... in unser Bewusstsein - unser Leben - tritt. Wir bitten um Gnade, Liebe, Vergebung. Und unsere Bitten werden mit absoluter Gewissheit erhört. Wenn wir ehrlich bereit sind, alle Konflikte innerer und äusserer Natur in Liebe zu klären, dann strömt wie im unten stehenden Bild dargestellt, göttliche Liebe und Gnade in unsere Aura, in unser ganzheitliches Wesen.

Die Liebe GOTTES ist vergleichbar mit der Sonne auf der physischen Ebene. Unsere Probleme und Konflikte, die ihre Spuren in unserer Aura hinterlassen haben, sind vergleichbar mit verschiedenen irdischen Materialien. Die Sonne hat eine unvorstellbar hohe Temperatur, in der alle physischen Elemente und Legierungen augenblicklich verdampfen. Die Sonne hat eine sehr hohe Schwingung im Vergleich zur Erde. Deshalb ist sie in der Lage, alle irdischen Materialien in eine höhere Schwingung zu versetzen und somit in gewissem Sinne zu "dematerialisieren".

Das gleiche geschieht in uns selbst. Göttliche Liebe, zu der wir alle auf Grund unserer göttlichen Herkunft eine direkte Verbindung über unsere innewohnende Seele haben, hat eine extrem hohe Schwingung in Relation zu allen Schwingungen des Egos.

Wir stellen uns vor, dass wir unser ganzes Ego, unsere ganze Persönlichkeit vom Licht göttlicher Liebe erfüllen lassen. Alle Bereiche unserer Persönlichkeit, ebenso alle Bereiche früherer Inkarnationen, auch längst vergessene !!

in Liebe auflösen

Wir schenken einfach alles GOTT, der uns geschaffen. Wir sind ein Teil seiner Schöpfung, ebenso alle unsere Probleme und Prüfungen ein Teil seiner Schöpfung sind. Da wir nun ja gelernt haben, nur noch lieben zu wollen in allen Situationen, ergibt sich keinerlei Notwendigkeit, weiterhin mit lieblosen Situationen konfrontiert zu werden.

Stück um Stück, so wie uns die verschiedenen Situationen bewusst werden, hüllen wir diese Situationen, die ja nur als Strukturen in unserer eigenen Aura existieren, in das Licht göttlicher Liebe. Wie ein Laserstrahl mit immenser Kraft und Hitze trifft diese Liebe auf das Objekt, das wir in Liebe auflösen wollen. Es wird, gleich den irdischen Materialien in der Sonne, alles in seiner Schwingung erhöht und wieder in die Urform der Materie zurück verwandelt - in göttliche Liebe.

Dies ist der Prozess den wir im Bhakti Yoga praktizieren. Wir wenden uns an GOTT und werden somit von seiner Liebe und seinem Heiligen Geist soweit erfüllt, bis wir selbst dazu geworden sind. Alles andere ist im Laufe dieser Entwicklung in Liebe aufgelöst.

Übrig bleibt eine im Feuer göttlicher Liebe gereinigte Seele, die auch vorübergehend in einem physischen Körper wohnend, immer noch in vollkommener Göttlichkeit erfüllt ist und in Liebe erstrahlt.

heilige - geheilte Seelen

Es bedarf allergrösster und vollkommener Liebesbereitschaft, keinerlei Techniken im eigentlichen Sinne, sondern eine vollkommene Bereitschaft zu Lieben, mit GOTT eins zu sein, und alles auf vollkommen göttliche Weise in Liebe aufzulösen.

Jeder hat die Fähigkeit dazu, aber nur einige mögen die Veranlagung dazu haben, auf diese Weise spirituelle Fortschritte zu machen und Befreiung der Seele zu erlangen. Deswegen hat GOTT viele Wege geschaffen auf denen die unterschiedlichsten Seelen wieder ihren Weg nach Hause finden werden.

Möge das Feuer göttlicher Liebe in deiner Seele auch dir deinen Weg zeigen.

Der Beste Weg ist der, den du zu Ende gehst.

Gottes Liebe ist bunt wie ein Regenbogen

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